

Ein Gedanke für heute, 20. Februar
Wer etwas tun will, nicht weil es zweckmäßig ist, sondern weil es seinem eigenen Wesen entspricht, beginnt mit ganz anderen Mitteln zu denken. Er lässt sich auf Fragen ein, zu denen es keine Antwort gibt, sondern nur den Einsatz des eigenen Wesens. Er lässt sich auf die Frage nach dem Sinn ein. Er findet das Dasein fragwürdig und hält es aus, dass das Letzte, das er erreicht, wieder nur eine Frage ist. Er sucht nach der eigenen Herkunft. Er hält das Fragwürdige an der Welt, an Gott, an den Menschen und an sich selbst aus und siedelt sich mitten zwischen all dem an. Er geht mitten hinein in die Zone der Rätsel. Er entschließt sich – das heißt doch: er entriegelt, er öffnet sich –, einer Wahrheit nachzugehen, die er nicht einholen wird, die ihm aber, wenn es ihm beschieden ist, begegnen soll. Er bietet sich der Wahrheit wehrlos an in dem Vertrauen, dass sie sich ihm zeigen und sich an ihm auswirken werde.
Erfahrung mit Gott, S. 160

Ein Jahresbegleiter
Innehalten und Nachdenken an jedem Tag des Jahres
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Die Einsicht, dass jeder Tag geschenktes Leben bedeutet, geht in der Hektik unseres Alltags leicht verloren. Mit einem Text für jeden Tag lädt dieser Jahresbegleiter ein, zur Ruhe zu kommen, Wesentliches zu bedenken und dann mit neuer Offenheit all dem zu begegnen, was der Tag uns schenkt.
Vergriffene neu bearbeitete und gestaltete Ausgabe 2015
des von Alexandra Reiter und Hildegunde Wöller
erstmals 2005 herausgegebenen Titels
Gebunden, 329 Seiten, 13 x 16,5 cm