Internetseite von Jörg Zink
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Das Geschenk eines jeden Tages

Ein Gedanke für heute, 7. Juni

Wir leben selten mit unserer Zeit und in unserer Zeit. Es ist eher so, dass wir durch sie hindurchgetrieben werden. Wir warten auf sie, wir füllen sie mit Leistung, wir vertrödeln sie – und alles ohne ein wirkliches Maß.


Manchmal möchte man wissen, wie man entscheiden soll, was richtig wäre, was notwendig. Aber man weiß es beim besten Willen nicht. Dann kann es gut sein, nach innen zu sehen und nach innen zu horchen. Ob da nicht eine Stimme ist, die sagt: Wichtig ist jetzt dies. Notwendig ist jetzt jenes. Aber das ist nicht nur dann eine Hilfe, wenn du eine Entscheidung triffst. Es ist auch, wenn du darauf achtest, der Weg zum Glück.

Die Goldene Schnur, S. 39
Meine Gedanken sind bei dir, S. 20

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5. Juni

Beim Beten bedeuten die gefalteten oder aneinander gelegten Hände: Ich will jetzt nichts tun. Ich will nichts erreichen. Ich bin in Gott. Wenn wir die Hände ausbreiten und schalenförmig nach oben öffnen, sagen wir damit: Ich weiß, dass ich alles, was gut für mich ist, empfangen muss. Und Gott wird mir geben, was ich brauche.

Wenn ich still und ruhig werden will, um beten zu können, dann sage ich damit: Der ganze Betrieb, in dem ich den ganzen Tag über lebe, soll beendet sein. Gott kommt in die Stille, nicht in die Hektik. Seine Stimme ist leise und nicht laut. Ich warte darauf, dass er mich besucht und mich segnet.

Kriegt ein Hund im Himmel Flügel?, S. 136

6. Juni

Die Mystikerinnen und Mystiker der christlichen Geschichte sagten so:

Glaube nichts nur deshalb, weil es dir ein anderer sagt, sondern erfahre und denke selbst und lass dich überraschen von dem, was dir dabei widerfährt. Erwarte nichts von anderen, was du nur selbst finden kannst, stelle niemanden als Heiligenfigur in die Landschaft, sondern steh selbst. Sei selbst jetzt und hier und ganz und gar offen und bereit. Sei anwesend. Und sei überzeugt: Je selbstverständlicher du anwesend bist, desto dichter und näher wirst du das Geheimnis Gottes erfahren. Deine eigene Seele ist dir nicht so nah wie Gott.

Dornen können Rosen tragen, S. 23, 25

Cover, Jörg Zink - Das Geschenk eines jeden Tages

Das Geschenk eines jeden Tages

Ein Jahresbegleiter

Innehalten und Nachdenken an jedem Tag des Jahres
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Die Einsicht, dass jeder Tag geschenktes Leben bedeutet, geht in der Hektik unseres Alltags leicht verloren. Mit einem Text für jeden Tag lädt dieser Jahresbegleiter ein, zur Ruhe zu kommen, Wesentliches zu bedenken und dann mit neuer Offenheit all dem zu begegnen, was der Tag uns schenkt.

Vergriffene neu bearbeitete und gestaltete Ausgabe 2015
des von Alexandra Reiter und Hildegunde Wöller
erstmals 2005 herausgegebenen Titels
Gebunden, 329 Seiten, 13 x 16,5 cm

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