

Ein Gedanke für heute, 25. Juni
Im Allgemeinen ist für uns das Gebet ein Reden des Herzens oder ein Reden des Mundes. Wir treten, indem wir sprechen, aus uns selbst heraus und begegnen dem großen Du Gottes.
Die Mühe, die wir damit haben, ist aber, dass wir dabei immer etwas sagen müssen, etwas in Sprache zu fassen versuchen, zu dem die Worte fehlen. Und manchmal werden die gesprochenen Gebete deshalb so leer und so formelhaft.
Ich habe aber im Lauf meines Lebens mehr und mehr gefunden, dass ich auch vor Gott sein kann, ohne zu reden. Wenn ich glaube, dass Gott mein Wort hört, dann ist mein Wort im Grunde unnötig. Dann hört Gott auch, was ich denke, ohne es auszusprechen. Dann sieht Gott, was in mir ist, und nimmt mich an, wie ich, ohne Wort, vor ihm anwesend bin, mich vor ihm ausbreite, ohne mich oder irgendetwas in mir zu verbergen.
Dornen können Rosen tragen, S. 372

Ein Jahresbegleiter
Innehalten und Nachdenken an jedem Tag des Jahres
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Die Einsicht, dass jeder Tag geschenktes Leben bedeutet, geht in der Hektik unseres Alltags leicht verloren. Mit einem Text für jeden Tag lädt dieser Jahresbegleiter ein, zur Ruhe zu kommen, Wesentliches zu bedenken und dann mit neuer Offenheit all dem zu begegnen, was der Tag uns schenkt.
Vergriffene neu bearbeitete und gestaltete Ausgabe 2015
des von Alexandra Reiter und Hildegunde Wöller
erstmals 2005 herausgegebenen Titels
Gebunden, 329 Seiten, 13 x 16,5 cm