Internetseite von Jörg Zink
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Das Geschenk eines jeden Tages

Ein Gedanke für heute, 25. März

Am Bild eines Labyrinths kann deutlich werden: Ein ähnlicher Suchweg ist mir vorgezeichnet. Ich bin zuweilen der Mitte nah und habe doch noch einen weiten Weg zu gehen. Dieser Weg wird mich wieder von der Mitte wegführen bis an den Rand. Aber wenn ich meine, an den Rand geraten und der Mitte fern zu sein, dann kann sich erweisen, dass ich gerade dort unmittelbar vor meinem Ziel stehe.

Wenn ich auf meinem Labyrinthweg nach Gott frage, dann höre ich: Suche Gott in deiner eigenen Seele. Gehe ich aber in meine eigene Seele, so höre ich: Hier findest du ihn nicht. Er ist draußen bei den Menschen, vor allem bei denen, die deine Hilfe brauchen. Und dann höre ich aufs Neue: Geh nicht so weit fort, Gott ist in dir selbst.

Ich gehe also durch eine Kreisform und durchwandere sie in dem Vertrauen, das sei mein mir zugewiesener Menschenweg, und in dem Glauben, dieser Menschenweg habe die Verheißung, an das Ziel zu führen, das ich suche: das Sein in Gott.

Dornen können Rosen tragen, S. 359 f.

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23. März

Was immer dir und mir widerfährt – es läuft eine Linie durch unsere Jahre, gezogen von einer wissenden Hand. Es geschieht nichts „einfach so“. Es geschieht alles auf dich zu und auf mich.

Was um mich her geschieht, redet zu mir. Was ich erfahre, will mich verändern. Was mir in der Hand liegt, ist ein Geschenk.

Alle Wahrheit, die ich verstehe, alle Lebenskraft, alle Liebe, die ich empfange, hat mir einer zugedacht. Alles, was mir einfällt, fällt irgendwoher ein und meint mich. Alles, was mir zufällt, was man Zufall nennt, fällt mir zu. Was mir schwer aufliegt, ist mir auferlegt durch einen heiligen Willen.

So öffne ich mich dem, was kommt. Oder besser: dem, der kommt in allen Dingen.

Dein Geburtstag sei ein Fest, S. 19

24. März

Mach dich frei von dem, was dich hat. Was du am hartnäckigsten festhältst, das fesselt dein Herz.

Was ist wichtiger: der Weg oder das Gepäck? Je schwerer das Gepäck, desto kürzer wird der Weg sein, den du bewältigst. Wenn die Last zu schwer ist, erreichst du am Ende nichts mehr. Du verlierst am Ende alles, was du hast.


Nimm dich nicht so wichtig – das ist der Anfang auf dem Weg in die Freiheit, den Jesus Christus in seiner Bergpredigt aufzeigt. Und alles, was wir dagegen sagen, beweist im Grunde nur, dass wir uns noch immer unendlich wichtig nehmen.

Das Evangelium – Hundert Tage mit Jesus, Nr. 74
Der große Gott und unsere kleinen Dinge, S. 37

Cover, Jörg Zink - Das Geschenk eines jeden Tages

Das Geschenk eines jeden Tages

Ein Jahresbegleiter

Innehalten und Nachdenken an jedem Tag des Jahres
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Die Einsicht, dass jeder Tag geschenktes Leben bedeutet, geht in der Hektik unseres Alltags leicht verloren. Mit einem Text für jeden Tag lädt dieser Jahresbegleiter ein, zur Ruhe zu kommen, Wesentliches zu bedenken und dann mit neuer Offenheit all dem zu begegnen, was der Tag uns schenkt.

Vergriffene neu bearbeitete und gestaltete Ausgabe 2015
des von Alexandra Reiter und Hildegunde Wöller
erstmals 2005 herausgegebenen Titels
Gebunden, 329 Seiten, 13 x 16,5 cm

Antiquarisch evtl. erhältlichamazon-logoZVAB-logo