

Ein Gedanke für heute, 2. September
Was ist denn das „Reich Gottes“?
Wenn ich über Gott nachdenke, meine ich, das Reich Gottes sei eigentlich Gott selbst und Gott allein. Denn wo sollte es anders sein als in Gott?
Wenn ich die Welt anschaue, die Schöpfung Gottes, dann scheint mir, „Reich Gottes“ sei ein Wort für alles Geschaffene, die Welt insgesamt.
Wenn ich sehe, wie die Menschen miteinander leben, dann will mir scheinen, das „Reich Gottes“ sei ein Schlüsselwort für ein gutes, gelingendes Dasein, für Güte unter Menschen, für Liebe und Hingabe.
Wenn ich sehe, wie voll Leiden und voller Rätsel die Welt ist, denke ich, „Reich Gottes“ sei ein Wort für die Vollendung aller Dinge, die Wandlung dieser Welt in eine neue, eine andere.
Oder wenn ich mich selbst betrachte, meine ich, „Reich Gottes“, das sei die unvorstellbar geheimnisvolle innere Welt in mir selbst: wenn nämlich Gott einmal angefangen hat, meine Seele umzuformen zu der Gestalt, die sie am Ende gewinnen soll.
Unter weitem Himmel, S. 26

Ein Jahresbegleiter
Innehalten und Nachdenken an jedem Tag des Jahres
mehr »
Die Einsicht, dass jeder Tag geschenktes Leben bedeutet, geht in der Hektik unseres Alltags leicht verloren. Mit einem Text für jeden Tag lädt dieser Jahresbegleiter ein, zur Ruhe zu kommen, Wesentliches zu bedenken und dann mit neuer Offenheit all dem zu begegnen, was der Tag uns schenkt.
Vergriffene neu bearbeitete und gestaltete Ausgabe 2015
des von Alexandra Reiter und Hildegunde Wöller
erstmals 2005 herausgegebenen Titels
Gebunden, 329 Seiten, 13 x 16,5 cm