Internetseite von Jörg Zink
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Das Geschenk eines jeden Tages

Ein Gedanke für heute, 2. September

Was ist denn das „Reich Gottes“?

Wenn ich über Gott nachdenke, meine ich, das Reich Gottes sei eigentlich Gott selbst und Gott allein. Denn wo sollte es anders sein als in Gott?

Wenn ich die Welt anschaue, die Schöpfung Gottes, dann scheint mir, „Reich Gottes“ sei ein Wort für alles Geschaffene, die Welt insgesamt.

Wenn ich sehe, wie die Menschen miteinander leben, dann will mir scheinen, das „Reich Gottes“ sei ein Schlüsselwort für ein gutes, gelingendes Dasein, für Güte unter Menschen, für Liebe und Hingabe.

Wenn ich sehe, wie voll Leiden und voller Rätsel die Welt ist, denke ich, „Reich Gottes“ sei ein Wort für die Vollendung aller Dinge, die Wandlung dieser Welt in eine neue, eine andere.

Oder wenn ich mich selbst betrachte, meine ich, „Reich Gottes“, das sei die unvorstellbar geheimnisvolle innere Welt in mir selbst: wenn nämlich Gott einmal angefangen hat, meine Seele umzuformen zu der Gestalt, die sie am Ende gewinnen soll.

Unter weitem Himmel, S. 26

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31. August

Gesegnet ist der Mensch,
der sich auf Gott verlässt
und seine Hoffnung auf Gott gründet.

Der ist wie ein Baum,
am Wasser gepflanzt,
der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt.

Wenn auch die Hitze kommt,
fürchtet er doch nichts,
sondern seine Blätter bleiben grün.

Er sorgt sich nicht,
wenn ein dürres Jahr kommt,
sondern bringt ohne Aufhören Früchte.

Aus Jeremia 17

Mehr als drei Wünsche, S. 12

1. September

Ich traue Gott, was soll ich sorgen?
Er sagt, er habe auf mich acht.
Ich bin in seinem Schutz geborgen.
Mein Schicksal ist mir zugedacht.

Er gibt den Geist mir und das Leben,
der Erde Kraft, des Himmels Tau.
So geh ich, von ihm selbst umgeben,
den Weg, dem ich mich anvertrau.

Und wenn einmal die Schatten fallen
und find ich keinen sichern Stand,
so weiß ich doch: Ich bin mit allen,
die leiden, fest in seiner Hand.

So will ich bis ans Ende wandern,
bis ich die offne Türe find.
Der Tisch lädt ein, mich und die andern,
die dort mit mir zu Hause sind.

Was also soll ich ängstlich sorgen?
Ich traue ihm, dass er mich sieht.
Ich bin in ihm an jedem Morgen
und rühme ihn mit meinem Lied.

Der Singvogel, S. 16

Cover, Jörg Zink - Das Geschenk eines jeden Tages

Das Geschenk eines jeden Tages

Ein Jahresbegleiter

Innehalten und Nachdenken an jedem Tag des Jahres
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Die Einsicht, dass jeder Tag geschenktes Leben bedeutet, geht in der Hektik unseres Alltags leicht verloren. Mit einem Text für jeden Tag lädt dieser Jahresbegleiter ein, zur Ruhe zu kommen, Wesentliches zu bedenken und dann mit neuer Offenheit all dem zu begegnen, was der Tag uns schenkt.

Vergriffene neu bearbeitete und gestaltete Ausgabe 2015
des von Alexandra Reiter und Hildegunde Wöller
erstmals 2005 herausgegebenen Titels
Gebunden, 329 Seiten, 13 x 16,5 cm

Antiquarisch evtl. erhältlichamazon-logoZVAB-logo