

Ein Gedanke für heute, 17. August
Wenn wir am Ende unseres Lebens zusammenzählen, wie viel Zeit wir wirklich gelebt haben, ergibt sich möglicherweise eine erschreckend kurze Zeitspanne. Vielleicht werden es zusammengerechnet fünf Jahre sein, vielleicht nur ein paar Monate oder Wochen. Alles andere war Alltag, Routine oder Erfüllung von Pflichten und allenfalls noch Erwartung des wirklichen Lebens, Hoffnung auf die Erfüllung, die später einmal kommen würde.
Wenn wir dann fragen, was denn in jenen guten Zeiten unseres Lebens gut war, stellen wir vielleicht fest: Es waren die Zeiten, in denen eine Kraft da war – nicht unsere eigene –, die wir in Anspruch nehmen konnten. Es waren die Zeiten, in denen der Glaube die Antwort bekam, die er suchte. Die Zeiten, in denen er gedeihen und reifen konnte.
Denn der Glaube wächst wie ein Baum. Da wollen Hitze und Kälte, Stürme und Trockenheiten durchgestanden sein. Da kommen die langen Winter, in denen scheinbar nichts geschieht, die Sommer, in denen die Triebe hervorbrechen, und die Herbstzeiten, in denen die Frucht reift.
Erfahrung mit Gott, S. 34

Ein Jahresbegleiter
Innehalten und Nachdenken an jedem Tag des Jahres
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Die Einsicht, dass jeder Tag geschenktes Leben bedeutet, geht in der Hektik unseres Alltags leicht verloren. Mit einem Text für jeden Tag lädt dieser Jahresbegleiter ein, zur Ruhe zu kommen, Wesentliches zu bedenken und dann mit neuer Offenheit all dem zu begegnen, was der Tag uns schenkt.
Vergriffene neu bearbeitete und gestaltete Ausgabe 2015
des von Alexandra Reiter und Hildegunde Wöller
erstmals 2005 herausgegebenen Titels
Gebunden, 329 Seiten, 13 x 16,5 cm