Internetseite von Jörg Zink
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Das Geschenk eines jeden Tages

Ein Gedanke für heute, 21. April

Hin und wieder eine Stunde wünsche ich dir, in der du den Reichtum erkennst, der dir gegeben ist. Vielleicht kannst du so mitsprechen:

Alles, mein Gott, kommt von dir: Licht und Finsternis, Glück und Leid. Nichts geschieht von selbst. Dass es Tag wird, danke ich dir, und dass es Nacht wird.

Was ich bin und habe, ist dein Wunder. In allem sehe ich deine Absicht. Ich danke dir mit ganzem Herzen.

Dein Wille ist geschehen auf all den vielen Wegen, die du mich geführt hast. Ich danke dir, dass ich sie nicht allein gegangen bin, auch wenn ich selten ihr Ziel wusste und ihren Sinn begriff.

Dein Wille ist geschehen an den Tagen, an denen ich glücklich war, und an den Tagen, an denen alles in Gefahr geriet.

Dein Wille ist geschehen auch an allen dunklen Tagen der Mutlosigkeit und der Angst.

Ich danke dir, dass du mich durch sie geleitet hast bis zu diesem Tag. Ich danke dir und vertraue mich deinem Willen an.

Mehr als drei Wünsche, S. 36 f.

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19. April

Schön und köstlich ist’s, Gott zu danken,
dir zu lobsingen, du Höchster,
des Morgens deine Gnade
und des Nachts deine Wahrheit zu verkündigen.
Denn du machst mich fröhlich
durch dein Walten
und ich rühme die Taten deiner Hände.

Wie ist dein Wirken so groß,
wie tief sind deine Gedanken!
Wer in dir lebt, grünt wie ein Palmbaum
und wächst wie eine Zeder des Libanon.
Die eingepflanzt sind im Hause Gottes,
werden grünen in den Höfen
an seinem Tempel.
Noch im Alter tragen sie Frucht,
bleiben saftig und frisch,
um die Verlässlichkeit Gottes zu zeigen.

Denn er ist mein Fels
und wer sich auf ihn stellt,
hat festen Grund.
Schön und köstlich ist’s, dir zu danken!

Aus Psalm 92

Ein gesegnetes Jahr, S. 7

20. April

Dies vielleicht ist die Wurzel der Krankheit, die sich in unserer Zeit ausbreitet: eine Art Lähmung der Seele.

Mich liebt keiner, höre ich. Wie soll ich lieben können? Ich bin gehemmt, wie sollte ich auf andere zugehen? Ich kann andere nicht begleiten, ich habe ja selbst keinen Menschen.

Ich kann nichts tun – wer tut denn schon etwas für mich? Ich kann niemand aufnehmen, ich habe kein Haus. Ich habe selbst nichts, wie soll ich andere bewirten? Ich bin unglücklich, wie soll ich andere glücklich machen?

Und da geht Jesus durch die Reihen. Er spricht nicht vom Himmel herab. Er kommt als schlichter Mensch durch die Tür. Als Mann von der Straße tritt er zu dem Gelähmten ans Lager.

Der Kranke sieht Jesus stehen. Er weiß nicht, ob er überhaupt gesund werden will. Er weiß nicht, was gesunde Glieder ihm nützen. Aber er sieht den Fremden. Hört: Du kannst gehen! Und geht.

Einen Augenblick stand dieser seltsame, starke, brüderliche Mensch stellvertretend für ihn da und zog seinen schwachen Willen auf sich. Dann gab er ihn verwandelt zurück und der Kranke stand auf in der Kraft, die Jesus ihm gab.

Was bleibt, stiften die Liebenden, S. 103 f.

Cover, Jörg Zink - Das Geschenk eines jeden Tages

Das Geschenk eines jeden Tages

Ein Jahresbegleiter

Innehalten und Nachdenken an jedem Tag des Jahres
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Die Einsicht, dass jeder Tag geschenktes Leben bedeutet, geht in der Hektik unseres Alltags leicht verloren. Mit einem Text für jeden Tag lädt dieser Jahresbegleiter ein, zur Ruhe zu kommen, Wesentliches zu bedenken und dann mit neuer Offenheit all dem zu begegnen, was der Tag uns schenkt.

Neu bearbeitete und gestaltete Ausgabe 2015
des von Alexandra Reiter und Hildegunde Wöller
erstmals 2005 herausgegebenen Titels
Gebunden, 329 Seiten, 13,0 x 16,5 cm

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